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Der Rhodesian Ridgeback
mehr Infos über die Rasse

 

Voraussetzung für die Wahl eines Rhodesian Ridgeback

Bitte beantworten Sie sich ganz ehrlich folgende Fragen:
Warum will ich oder wir einen Rhodesian Ridgeback?

1. Weil mein Nachbar einen hat!
2. Weil er gerade in Mode ist!
3. Weil er ein Statussymbol geworden ist!
4. Weil er gut ausschaut und ich mit ihm gesehen werden möchte!
5. Weil er die Stirn immer so niedlich in Falten legt?

Wenn das Ihre Überlegungen sind, lassen Sie es, Ihnen und ihrem Rhodesian Ridgeback zuliebe.
Moden sind vergänglich und ein Rhodesian Ridgeback kann schon 15 Jahre alt werden.

Wenn Sie aber sagen:

  • Rhodesian Ridgeback KopfIch will einen unbestechlichen Begleiter in allen Lebenslagen.
  • Einen Freund, der mir das Herz, durch seine Seele, Intelligenz und Eleganz öffnet.
  • Ich will ihn verstehen, fördern und mit ihm Arbeiten . Er soll einen ganz großen Platz in meinem oder unserem Herzen einnehmen.
  • Ich will auch unseren Kindern Achtung und Respekt vor diesem tollen Hund lehren.
  • Dann könnte es der richtige Hund für Sie und Ihre Familie sein.

Gehen Sie in sich, Sie haben alle Zeit der Welt für Ihre Entscheidung.

Bei der Auswahl eines Welpen sollten Sie auf folgendes achten:

  • Erwerben Sie einen Welpen nur bei einem verantwortungsvollen Züchter, der Wert auf Gesundheit und Wesensfestigkeit legt.
  • Sie sollten den Züchter sympathisch finden. Er und sein Umfeld prägen Ihren späteren Hausgenossen. Er sollte Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
  • Wenn Sie Kinder haben, muss der Welpe die Gelegenheit haben, mit Kindern unter Aufsicht des Züchters zu spielen. Er soll positiv auf Kinder geprägt werden.
  • Keine Zwingerhaltung.
  • Ein sauberes Umfeld. Der Züchter prägt den Welpen, wenn Sie ihn abholen ist diese Phase vorbei.
  • Sauberkeit im Welpenzimmer, dann haben Sie die Gewähr, dass Ihr Welpe schon fast stubenrein ihr Zuhause betritt.
  • Ihr Welpe sollte in dieser wichtigen Phase die Möglichkeit haben, alle Räume im Haus des Züchters kennen zu lernen. Das gilt auch für alle typischen Alltagsgeräusche wie Hausarbeit, Staubsauger, Besen, Geschirrklappern und Hektik im allgemeinen.
  • Viel Aufenthalt an der frischen Luft, denn das stärkt das Immunsystem und spart später Tierarztkosten.

Eine Bitte an Rhodesian Ridgeback Interessenten

Behandeln Sie ihn mit Respekt und Verständnis nur, so werden Sie und ihr Hund glücklich durchs Leben gehen. Sie müssen ihm gerecht werden, deshalb: Machen Sie sich bitte mit der Rasse vertraut. Es gibt mittlerweile viel Literatur über den Rhodesian Ridgeback.

  • Der Rhodesian Ridgeback muss Sie lieben, dann ist er am kleinen Finger zu führen.
  • Der Rhodesian Ridgeback ist nicht mit Kraft zu erziehen, sondern mit der Kraft Ihrer Psyche.
  • Geben Sie ihm keine sinnlosen Kommandos. Er denkt immer mit. Überlegen Sie erst und machen Sie dann klare Ansagen.
  • Der Rhodesian Ridgeback ist ganz leicht mit positiver Verstärkung zu lenken wenn er versteht, was Sie meinen.
  • Ein Ja ist ein Ja und kein "JEIN": Das Nein sollte immer ein Warnlaut sein, auf das ihr Hund mit sofortigem Verhaltenabbruch reagiert.

 

Entstehung des Rhodesian Ridgeback

Quelle Stig G. Carlson

Rhodesian RidgebacksDer Rhodesian Ridgeback ist gegenwärtig , mit dem Basenji, die einzige anerkannte Rasse, die dem südlichen Afrika entstammt. Seine Ahnen können zurückverfolgt werden bis zur Kapkolonie, wo sie sich sowohl mit den Hunden der frühen Pioniere vermischten als auch mit den halbdomestizierten Hottentottenhunden, die einen Rückenkamm hatten. Meist in Gruppen von zwei oder drei Hunden jagend, war die ursprüngliche Aufgabe des Rhodesian Ridgebacks Großwild, hauptsächlich Löwen, aufzuspüren und mit großer Behändigkeit am Stand zu halten, bis der Jäger herangekommen war.
Ursprünglich wurde der Rhodesian Ridgeback als Arbeitshund der Großwildjäger gezüchtet, er fand aber auch schnell Anerkennung als geschätzter Wachhund, der Eindringlinge aus Farmen und Plantagen abschreckte.

Im Jahr 1922 versammelte sich eine Gruppe enthusiastischer Hundefreunde, inspiriert von den Erzählungen von Jägern, um die Formung einer Rasse aus den eingeborenen Hunden zu diskutieren, alle diese Hunde trugen auf ihrem Rücken einen Ridge. Man beschloss, dass dieser "Sohn Afrikas" rot bis weizenfarben sein sollte, beweglich, stark, ein kraftvoller Hund, wie er eben heute ist. Diese Entscheidung fiel auf einer Farm in Bulawayo im heutigen Simbabwe. Francis Richard Barnes, der Initiator dieses Treffens, beabsichtigte hiermit wohl, den Standard eines echten eingeborenen afrikanischen Hundes festzulegen, indem er einige Musterhunde eines Phänomens auswählte, das bereits fest verankert war und das ihm dadurch das formale Existenzrecht in der Familie der Rassehunde sicherte. Barnes entschied sich dabei dafür, den alten Standard für Dalmatinerhunde als Grundlage für die erste Beschreibung des Ridgebacks zu wählen und fällte damit die klare Entscheidung, dass dies eine Rasse von klassischen Jagdhundeproportionen sein sollte. Die Farbdefinition der neuen Rasse mag dabei ein spontaner Geniestreich oder aber eine bewusste Assoziation an das, was "afrikanisch" aussah gewesen sein, letztendlich haben wir so einen "Löwenhund", der in seiner Farbe nicht weit abweicht vom rötlichen afrikanischen Boden – oder auch vom Löwen selbst.

 

 Jagdverhalten des Rhodesian Ridgeback

Quelle Stig G. Carlson

Die Hunde, die auf der Großwildjagd ihr Bestes gaben, waren nicht sich auf alles stürzende, aggressive Hunde, genauso wenig Feiglinge, welche dem Großwild zu viel Freiraum ließen. Viele dieser merkwürdigen Hunde mit den Haarwirbeln auf dem Rücken waren für ihre außergewöhnliche Schnelligkeit, nicht zuletzt bei Seitwärtsbewegung bekannt. Sie waren auch Überlebenskünstler, Hunde, welche Großwild beschäftigt hielten, es stellten und trotzdem die Gefahren dieser Jagd mieden. Der rasserein gezüchtete Ridgeback von heute bleibt unverändert ein echter Repräsentant seiner Rasse, besitzt jene wunderbaren Eigenschaften der Tapferkeit, Vorsicht und – vor allem- Smartness und Schnelligkeit. Die meisten Erzählungen über die Großwildjagd berichten, dass Hündinnen die beweglicheren und geschickteren Jäger waren. Völlig natürlich ergab sich mit der Zeit zwischen Hündinnen und Rüden eine logische Arbeitsteilung. Die Letzteren sah man bald als die perfekten Schutzhunde, wobei sie unverändert auch auf der Jagd gute Dienste leisteten.

 

Charakter des Rhodesian Ridgeback

Quelle Ann Chamberlain

Der Standard beschreibt den Rhodesian Ridgback als einen "erhabenen", intelligenten Hund, der Fremden gegenüber zurückhaltend ist, jedoch keine Anzeichen von Aggressivität oder Scheu zeigt. Besonders der letzte Teil beschreibt das Wesen des Rhodesian Ridgeback sehr gut. Er drückt die Selbstsicherheit und die Verbundenheit zur eigenen Familie aus, wie sie diese Hunde besitzen. Sie stürmen nicht auf jeden Menschen los und begrüßen ihn, als wäre es ein nach Jahren zurückgekehrter Freund. Wer in Hunden bisher eine Meute schwänzelnder Vierbeiner sah, die nicht so genau zwischen Herrchen und Fremden unterschieden, wird hier eines Besseren belehrt. Es ist diese Selbstsicherheit, die ihn frei von Aggressivität und Scheu sein lässt. Er ist sich selbst und seiner Sache sicher. Hierbei hilft ihm sein oftmals zitierter sechster Sinn, mit dem er Situationen richtig einzuschätzen weiß. Diese Hunde scheinen Gefahren immer etwas früher zu wittern, als sie eigentlich könnten. Eine Veranlagung, die sehr auf ihre Ursprünglichkeit zurückgeführt wird und nicht mit einer auch beschriebenen Sensibilität in Form von Empfindlichkeit verwechselt werden darf, die so bei einem gesunden Rhodesian Ridgeback nicht existieren soll. Werden vereinzelt schüchterne Rhodesian Ridgeback gesehen, so sind sie zumeist das Resultat einer falschen Erziehung und Sozialisation.

Die Geschichte des Rhodesian Ridgeback gibt uns Hinweise, auf welche Charakterzüge und Besonderheiten wir uns bei diesen Hunden einzustellen haben. Die schon beschriebene Verwendung zur Jagd setzt  wichtige Veranlagungen voraus. Zum einen müssen die Hunde selbstständig handeln können, zum anderen sind sie bei der Jagd genauso auf den Jäger angewiesen, wie er auf sie. Es ist echte Teamwork gefragt, die ihr Hund auch noch heute von Ihnen erwartet. Vergessen Sie beim Rhodesian Ridgeback alles, was Sie über Unterordnung gehört haben, dieser Hund ist Ihr Partner, der seinen eigenen Kopf hat. Sie werden sehen, dass dies kein Nachteil ist, sondern von Ihnen akzeptiert werden muss und geschickt genutzt werden kann.

Insgesamt ist der Rhodesian Ridgeback heute ein selbstbewusster Hund, der frei ist von Aggressionen, sich hervorragend als Familienhund eignet und Kindern gegenüber ausgesprochen offen und freundlich auftritt.

Quelle Stig G. Carlson

DeckrüdeWahrer Stolz eines Rhodesian Ridgeback

Wenn eine einzelne Qualität des Rhodesian Ridgeback besonders hervorgehoben werden sollte, wäre es immer sein ausgeprägter Stolz. Dies ist ein Hund voller Selbstsicherheit, er kennt seine eigene Schnelligkeit, seine Beweglichkeit und alle seine Möglichkeiten. Das dunkle Auge des Rhodesian Ridgeback leuchtet vor Anspannung, sobald irgendetwas neues passiert. Nie darf man aber einen Rhodesian Ridgeback schlecht behandeln. Grundsätzlich müssen wir alle Vermenschlichungen in der Hundebeschreibung vermeiden, trotzdem kann ich dafür garantieren, dass sich ein Rhodesian Ridgeback sehr lange erinnert. Gut behandelt ist er stets Ihr unterordnungsfreudiger Gefährte, alles, was er verlangt ist, dass man ihm die gleiche Loyalität, den gleichen Respekt für seine Integrität entgegenbringt. Wenn Sie manchmal glauben, dass die unabhängige Arroganz Ihres Rhodesian Ridgeback einen Schritt zu weit geht – denken Sie daran, er ist ein stolzer Hund und er besitzt sehr viel, worauf er mit Recht stolz sein kann.